Das Analysesystem der Kesselgasse

Hier ist Platz zum Austausch über darstellungsbasiertes Magiespiel auf dem Epic Empires - auch für Teilnehmer, die nicht in der Kesselgasse sind.
Hana

Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Hana »

Man kann ja mit allem, was man hat, variieren:
Ich finde es durchaus reizvoll, wenn es "alltäglichere" magische Gegenstände gibt, die quasi jeder Magiebegabte als das erkennen kann, was sie sind, als auch solche, bei denen der Magier nur erkennt: Oh, das ist alt. Oder ganz vor einem Rätsel steht.

Dass manche Gegenstände leichter zu erkennen sind und manche schwieriger, finde ich eigentlich schöner, als wenn man für jedes Teilchen erst stundenlang rätseln muss - einfache Dinge zwischen den schwierigen machen es doch abwechslungsreich und geben auch mal ein schnelleres Erfolgserlebnis :)

Die Stärke von festgelegten Symbolen/Piktogrammen oder auch dem reinen Dreieckssystem sehe ich darin, dass man damit gut auch sehr kleine Dinge wie z.B. Amulette kennzeichnen kann, ohne dass einem wie beim Fließtext der Platz ausgeht.
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Minervin
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Minervin »

@Thallian:

Das würde bedeuten die wirkung "Magie analysieren" aus ihrem hauptanwendungsgebiet zu verdrengen oder sie auf einen mentalmagischen zauber der wirkung "Inspiration" zu reduzieren. Ich weis nicht ob ich das sehr erstrebenswert finden soll. Das schränkt das einbringen von theoretischen konzepten im effektiv anwendbarem magierspiel auf die ritualistik ein.
Ich finde die idee die analyse um bibliotheken zu ergenzen toll. Vorallem weil es analyse konzepte wie die von D&D untergräbt bzw. allwissenheitsansprüche aushebelt. Aber eine entfernung von analytischen zauberwirkungen aus dem artefakt konzept entzieht der magietheorie einen großen teil ihres pseudo-naturwissenschaftlichen charakters. Sicher man kann noch viel in die richtung machen; aber ein weiterer drawback ist, dass das konzept des magiewirkenden Theoretikers weiter untergraben wird. Ich finde es spaltet den magier konzeptuell in einen magiehistoriker und einen Taumaturgen. Auser natürlich die referenz in der bibliothek ist das Herstellungsritual für das artefakt und keine Sage/Legende oder sowas. Das macht aber die "Wissen um Magie" komponente weniger stimmig, weil warum sollte man auf das ritual kommen vom anschauen des objektes alleine wenn es nicht zufällig ein bekannter gegenstand aus den legenden ist dessen aussehen man wiedererkennt, und man müsste auf den "Inspirations"-zauber zurückgreifen.

Ganz subjektiv und ehrlich gesprochen: Wenn eine analyse konzeption in einem fantasy basierten rollenspiel (ob pc, pen and paper oder sonst was) auf das oben beschriebene kolabiert wird ist für mich bisher jedes mal der punkt erreicht worden, dass ich aufhöre zu spielen.
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Schlachtross
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Schlachtross »

Das verstehe ich jetzt nicht.

Wie würdest du es denn machen Minervin?
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Thallian
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Thallian »

@Minervin:

Das sind wie geschrieben nur meine Vorstellungen. Was Hana auf ihren Cons macht kann ich schlußendlich nicht beeinflussen. (Wäre ja auch schlimm)
Ich persönlich mag den Pseudowissenschaftlichen Ansatz bei Magie überhaupt nicht. Mir geht beim Zauber - Ergebnis Wirkprinzip zuviel Mystik verloren. Magie muss in meiner Welt nicht planbar sein.
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Minervin
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Minervin »

@Thalian:

Dennoch drengt sich die frage auf was das bild dahinter ist und ob es stimmig ist, ob planbar oder pseudowissenschaftlich hin oder her.

@Schlachtross:

Ich würde oberflächen informationen immer mit einfach verständlichen selbsterklährenden und durch hinschauen endzifferbaren piktogrammen oder einzelnen worten mitteilen.

z.B.: Schutz Feuer umhengen.

Und zwar ohne system. Weil ein system sagt nicht nur was da steht sondern auch was nicht da steht.
Von alter- und professionsbestimmungen halte ich nichts. Artefakte sind "ewig" und magie ist immer das selbe auch wen sie durch andere methoden gewirkt wird.
Artefakte sollten daher ihren herkunftsort durch ihre aufmachung kennzeichnen[klischee] und ein analyse magier sollte dieses in sein spiel einbauen (auch wenns erfunden ist):
A: Die Runen sind klar orkisch!
B: Werter kollege ich muss hir wiedersprechen, das ist klar die arbeit eines von orks versklavten goblin stammes.
Usw.

Genauere informationen bzw. diverse auflösungen zu herkunft u.s.w. dan in der bibliothek über die hinweise die man bisher ziehen konnten.

Um was es dabei geht ist, dass der UV farben text und die Aufmachung ein rundes bild ergeben, dass es einigermasen klar macht wo man in der bibliothek suchen muss wenn man mehr dazu wissen will. Wobei "fehler" wie in schutzamulet der Naga gegen geister für ein Echsenmenschen geisteraustreibungsgegenstand zu halten durchaus erwünscht ist.

Ich gebe zu das hat zwei schwachstellen:
1, 60% der artefakt "hersteller" werden auf die grandiose idee kommen den analyse zauber ad abusrdum zu führen in dem sie negativ effekte per se nicht als oberflecheninfos verstehen, egal ob das jetzt nur ein pobliger ring ist oder ein uraltes artefakt eines halbgöttlichen erzmagiers.
2, Es kann sein, dass die info (magisch wie aufmachung) nicht klar genug ist und das artefakt in der bibliothek nicht klar zuordenbar ist.
3, folgende standard magietheorien werden von vornherein ausgeklammert: D&D, Wahrhammer, solche die auf (Natur)geister beruhen...
4, man muss verinnerlichen das der leser immer begriffstuziger ist als man denkt.
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Thallian »

@Minervin:

Ich verstehe ehlich gesagt jetzt auch noch nicht so ganz worauf du hinaus willst.
Der Vorteil des UV-Systems ist ja nun eine gewisse Allgemeingültigkeit, d.h. ich brauche als Zauberer keine SL um ein Artefakt zu entschlüsseln und es kommt trotzdem bei allen die gleiche Info an.
Dies ist natürlich nur in einem
- SL macht Plot - SC suchen Lösung - es gibt nur 1 Outcomesetting - gegeben.
Daher meine Idealvorstellung, dass ein Zauberer zwar grundlegend erkennen kann das es sich z.B. um ein Schutzamulett handelt, aber nähere Infos dazu in der Bibliothek suchen muss.

Zum Thema nicht planbar. In einem DKWDDK Setting ohne einen Allgemeingültigkeitsanspruch würde sich der Zauberer der das Artefakt anlysiert eben was aus den Fingern saugen. Das funktioniert auch.

Magietheorie ist ja letztlich absolut irrelevant für das System an sich, denn wie du jetzt genau erklärst warum das Ding tut was es tut ist ja dir überlassen. Insofern schließt man auch erstmal keine Magietheorie aus. Das wäre eh widersinnig, da Magietheorie ja eh generisch ist.
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Minervin
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Minervin »

@Thalian:

Das mit dem system verstehe ich jetzt nicht. Wiso sollte es einen unterschied machen ob ich "schutz" drauf schreibe oder in einem code an der stelle für schutz eine zustimmendes bedeutungssymbol hinterlasse. Also ich verstehe nicht wiso ein oberflächliches telling die eindeutigkeit der information herabsetzen sollte. Der nachteil bei einem standard chode ist aber, dass man auch informationen an stellen setzen muss die man vielleicht offen lassen will (abhängig vom system). Aber warum da arbeit rein stecken wenn ich einfach "schutz" (oder vorher vereinbartes piktogramm für schutz) schreiben kann?


Zum rest: Ich bin verwirrt. Das ist nicht was du in deinem posting zuvor beschrieben hast. So wie ich das verstanden habe wolltest du text referenzen an artefakten anbringen. Daher habe ich ja die konzept frage gestellt, weil es für mich nicht klar war welches bild hinter dieser referenz steckt.

Zu planbar: Das war nie thema für mich. Ich weis jetzt nicht worauf du hinaus willst.

Zu magietheorie: Das sehe ich anders. Die art der information kann gewisse spielweisen von magischen professionen durchaus beeinflussen... egal ob du das jetzt magietheorie oder sonst wie nennst. z.B. So wie ich dich zuvor verstanden habe (und wenn ich das falsch verstanden habe dann tut mir das leid), wäre eine reine textreferenz am artefakt der tot jedes DSA-analyse-magiers, weil er erst OT in did Bib laufen muss um nachzulesen was er IT gerade sieht.
Ein anderen beispiel wäre z.B. dass die information am artefakt von der art ist, dass der analysator sie hinter seinem hintergrund nciht verarbeiten kann. (die sätze sind jetzt mal nur info, ob sie codiert sind oder nicht ist ja egal.)
"Das artefakt ist voll von böser energie".
Sowas merkt kein hermetiker das ist ein hexen-schamanen problem.
Wie soll er damit umgehen... Ist das jetzt ein schadens oder ein Dämonischer zauber...
Anderes extrem:
"Das artefakt beinhaltet sowohl macht des wassers als auch macht der Luft".... who cares? wenn man die weise frau aus den bergen ist hat man keine vorstellungen von elementartheorie. Sicher kann sie jetzt sagen: Ich fühle leichtigkeit und ein ewiges fließen. Aber was bringt das? Was hat sie oder ihre zuhörer davon? Natürlich kann man jetzt sagen, dann muss sie sich halt anpassen. Finde ich aber unschön und einschränkend.
Das ist ein unlösbares problem... man sollte es sich aber bewusst machen, dass man einschränkungen vornimmt auch wen man es nicht umgehen kann.
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Thallian »

Jetzt hab ich kapiert was du meinst. Ok, klar ist grundsätzlich wurscht ob man jetzt Piktogramme nutzt oder Wörter drauf schreibt.
Piktogramme haben quasi einen eingebauten Cheaterschutz da man nur den Zauberwirkern die Bedeutung erklären kann als SL.
Was ich genau meinte mit der Nummerierung ist folgendes:
Magus A analysiert ein Artefakt im Wald. Dort findet er heraus Artefakt ist alt, mächtig und irgendein Schutzzauber. Das liest er aus den Piktogrammen (oder Worten whatever) ab und findet auf dem Artefakt außerdem noch eine Zahl. Mit dieser Zahl "kann" er dann in die Bibliothek gehen um dort nach weiteren Informationen zu suchen. Bslw. die Geschichte hinter dem Artefakt: Woher kommt es, Wer hats gebaut, Historie etc. Das alles passiert ja IT. Der Magus A sagt den Leuten was er herausgefunden hat und, dass er jetzt erstmal in die Bibliothek muss um nachzuforschen. Fertig. Wenn Magus B vorher schon dort war und diesen Artikel schon gelesen hat kann er natürlich gleich mit seinem Wissen glänzen, aber das ist ja grundsätzlich erstmal egal wie herum ich das angehe.
Dieses Sytem fände ich cool weil es mit wenigen Infos jedem Spieler egal mit welcher Magietheorie möglich macht damit zu spielen. Je weniger Infos auf dem Artefakt desto eher kann ich mir als Spieler ja was zurecht baldowern was meinem Hintergrund entspricht.
Zum anderen:
Warum kann ein Hermetiker irgendwas nicht böse finden wenn er das so in seinem Hintergrund vorsieht?
Genau das meinte ich damit das Magietheorie völlig beliebig ist. Es gibt ja OT keine Wissenschaft dahinter, insofern sind Erklärungen dazu immer theoretische Konstrukte.
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Minervin »

Ach sooooo... na dan sagen wir ja eh quasi das selbe, nur dass ich nicht so nett wäre dem spieler schon vorher zu verraten welches buch er aufschlagen muss. :P
(Und das ist meiner ansicht wirklich nur eine frage der nettigkeit weil die zahl ja wissen-um-magie darstellen kann).

Ja damit gehe ich de accord. Man muss halt darauf achten, dass es möglich offen für interpretationen bleibt ohne, dass die information verlorgen geht.

Oh da gings weniger darum das es nicht geht. Natürlich geht das, aber es kann sein, dass der spieler das OT einfach nicht will, weil sein SC IT vielleicht meint gefühle seien gefaherlich und erzeugen animalische magie und es daher aktiv ignoriert/ignorieren muss (oder sowas in der art). Gerade bei magiern ist ignoranz ein schöner charakterzug... (das erzeugt ein schönes gegengewicht zu allmachts vorwürfen.)
Genau so will sich ein schamane vielleicht nicht in die "analyse"-ecke stellen lassen und bleibt dabei im "drogenrausch" von was auch immer zu schwafeln.
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Thallian
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Re: Das Analysesystem der Kesselgasse

Beitrag von Thallian »

Mit der Zahl die verraten wird bezwecke ich tatsächlich etwas anderes als Nettigkeit. Da die Bibliothek ja jedem offen steht könnte ja auch irgendein unmagischer Forscher den Artikel finden und dann wissen was das für ein Artefakt ist. Was vollkommen ok ist.
Der Zauberer hat den Vorteil, dass er durch die Analyse hier einen Wissensvorsprung hat. Deshalb bekommt er die zahl damit er die entsprechende Info schneller findet. Man könnte die Zahl auch mit UV-Farbe ins Buch schreiben dann kann der zauberer sie dort finden.
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